Alltagsprobleme und Ich-Verzicht 

Alle kennen die kleinen Probleme, die bei nüchterner Betrachtung gar keine sind und uns dennoch beschäftigen. Mit der Ich-Entthronung sollte sich das ändern. Denn ist das Ich erst einmal entlarvt und du bist dir ganz sicher, dass da ausschließlich der Zahnschmerz ist und kein Ich, dass es nicht dein Schmerz ist, dann ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zu der Erkenntnis, dass auch ein Problem, das du zu haben meinst, nicht das deinige ist. Das ist nur logisch: Wo kein Ich existiert, kann niemand ein Problem haben. Und dann wäre allein der Versuch, sich vom Problem zu befreien, sinnlos. Im Gegenteil, je heftiger der Versuch, desto stärker die Anhaftung. Ohne Ich muss das Problem über kurz oder lang verhungern.

Detlef B. Bartel

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