Das Ende der Subjektphilosophie

Michel Foucault hatte wohl kaum mit einem derart heftigen Widerstand gerechnet, der ihm entgegenschlug, als er seine Zweifel an der Subjekthaftigkeit des Menschen formulierte. Er musste sich sogar gefallen lassen, als Anarchist bezeichnet zu werden. Dabei folgte er nur der simplen Logik, dass ein Subjekt, das sich selbst zum Objekt seiner Untersuchung macht, innerhalb der Welt des Objektes nicht vorkommen darf, weil das Subjekt ja die Voraussetzung dieser Welt ist. 

Auf diese Art erklären sich auch Ludwig Wittgensteins Worte:  „Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt.“

So lag Michel Foucault wohl nicht ganz falsch mit seiner Wette auf unsere Zukunft, 
dass der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“. 
(Aus <Die Ordnung der Dinge> von Michel Foucault.)

Das wäre dann die Ich-Losigkeit als nächste Stufe der Menschheit.


Detlef B. Bartel - Berlin, Oktober 2020

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