Monismus und Dualismus

Wir leben in einer Welt voller Gegensätze: Ich und Du, Materie und Geist, Himmel und Erde, heute und morgen, gut und böse, arm und reich, Leben und Tod. Gegensätze und die sich daraus ergebenden Widersprüche kennzeichnen unsere dualistische Wirklichkeit. 

Dagegen ist die Einheit frei von derartigen Widersprüchen. Der Monismus kennt weder heute noch morgen. In der Zeitfreiheit ergeben Geboren werden und Sterben keinen Sinn.

Wir dürfen uns entscheiden. Du hast die Wahl. Mit dem Dualismus könntest du Reichtümer, Macht und Ansehen erwerben, oder auch nicht. Du könntest glücklich werden, oder auch nicht. Das ewige Leben bleibt dir in jedem Fall verwehrt. Am Ende wartet der Tod.

Der Monismus hat mit all dem nichts zu tun. Niemand wird geboren und niemand wird sterben. Wie könnte da der Eine reich und der Andere arm sein? In der Einheit verbieten sich derartige Vergleiche. Materie ist Geist, Geist ist Materie. Form ist Leerheit, Leerheit ist Form. 

Was übrig bleibt, ist nur DAS. Mehr ist darüber nicht zu sagen. Unser Denken und unsere Sprache sind dualistisch organisiert und somit ungeeignet, Aussagen über die Einheit zu machen.


D. Bartel - Berlin, November 2019


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