Mengenlehre für Anfänger

Die Regeln der Mengenlehre, die hier im Zusammenhang mit Ludwig Wittgensteins Subjekt wiederholt zur Sprache kommen, sind denkbar einfach:

Man male einen Kreis und füge in diesen ein Quadrat ein. Damit wird das Quadrat zur Teilmenge des Kreises. Dann ist es doch nur logisch, dass umgekehrt das kleinere Quadrat nicht den größeren Kreis enthalten kann. Deswegen gilt:

Eine Teilmenge kann nicht die Menge enthalten, der sie entstammt.

Beispiel Wittgensteins Subjekt:

“Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt.“

Mit Subjekt ist hier das bewusste Wesen, mit anderen Worten das Bewusstsein gemeint. Aus dem Bewusstsein tauchen die ganze Welt und auch wir selbst als Menschen auf.  

Das bedeutet doch, dass Welt und Menschen eine Teilmenge des Subjekts darstellen, und deswegen kann dieses Subjekt nicht in der Welt erscheinen.

Wenn wir das Subjekt, das bewusste Wesen, auch niemals sehen werden, so weist doch alles, was wir in der Welt sehen, darauf hin.


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