alltagsmeditationen

Die Kunst des Nicht-Wissens

Das Ende der Subjektphilosophie

Michel Foucault hatte wohl kaum mit einem derart heftigen Widerstand gerechnet, als er seine Zweifel an der Subjekthaftigkeit des Menschen formulierte. Er musste sich sogar gefallen lassen, als Anarchist bezeichnet zu werden. Dabei folgte er nur der simplen Logik, dass ein Subjekt, das sich selbst zum Objekt der Untersuchung macht, in dem daraus ergebenden Wissen nicht vorkommen kann, weil ja das Subjekt die Voraussetzung dieses Wissens ist.
Auf diese Art erklären sich auch Ludwig Wittgensteins  Worte:  „Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern ist eine Grenze der Welt.“
So lag Michel Foucault wohl nicht ganz falsch mit seiner Wette auf unsere Zukunft, „dass der Mensch verschwindet wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand“.
(Die Ordnung der Dinge - Michel Foucault.)
Das wäre dann die Ich-Losigkeit als nächste Stufe der Menschheit.

Detlef B. Bartel

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