alltagsmeditationen

Die Kunst des Nicht-Wissens

Das Münchhausen-Trilemma

Wie können wir uns einer Wirklichkeit sicher sein, die wir nicht eindeutig begründen können?  Ist es überhaupt möglich, einen „letzten Grund“ (im Sinne einer letzten Ursache bzw. eines unhintergehbaren ersten Anfangs) zu finden bzw. wissenschaftlich zu beweisen. (Wikipedia).
Dieses philosophische Problem wurde von Hans Albert als Münchhausen-Trilemma bezeichnet.

Wikipedia
"Das Münchhausen-Trilemma bedeutet, dass jeder Versuch des Beweises eines letzten Grundes zu einem von drei möglichen Ergebnissen führt:
1.  zu einem Zirkelschluss (die Conclusio soll die Prämisse beweisen, benötigt diese aber, um die Conclusio zu formulieren)
2.  zu einem infiniten Regress (es wird immer wieder eine neue Hypothese über die Begründbarkeit eines letzten Grundes formuliert, die sich jedoch wiederum als unzureichend erweist oder wieder in einen Zirkel führt)
3.  zum Abbruch des Verfahrens an einer Stelle und der Dogmatisierung der dortigen Begründung."

Letztendlich ist jeder Versuch einer Letztbegründung zum Scheitern verurteilt. Es sei denn, man wollte den Worten des Barons Münchhausen Glauben schenken, sich an den eigenen Haaren aus den Sumpf gezogen zu haben.

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